Im Januar 2017 wurde unser 20. Band mit Lieferung zur Wappenrolle ausgeliefert - viel Freude bei der Lektüre!

Willkommen beim »Wappen-Löwen«!

 

 

»Was einer im Schilde führt ...« – Wissen wir, was hinter dieser Redewendung steckt?

Sie entstammt einer Zeit, die uns im Rückblick als »die gute alte Zeit« verkauft wird. Für viele Menschen war sie das beileibe nicht, denken wir nur an Hunger, Krankheit oder an soziale Ungleichheit, also – kein Unterschied zu heute.

Was einer im Schilde führte, konnte im täglichen Leben damals wichtig sein, wenn man z. B. einen Bader, einen Handwerker oder eine Herberge aufsuchen wollte. Das Zunftschild oder Wirtshausschild verwies auf den richtigen Ort.

Es konnte jedoch auch lebensnotwendig sein zu sehen, was einer im Schilde (der Schild bei Wappen) führte: Am Wappenbild erkannte man möglicherweise Freund oder Feind. Daraus hat sich schließlich das Wappenwesen – ein einmaliges europäisches Kulturgut – entwickelt, und es wurde daraus eine bedeutende historische Hilfswissenschaft: die Heraldik.

Auch nach mehr als 800 Jahren seit ihrer Entstehung sind Wappen noch frisch und unverbraucht. Ihre Erforschung, Bewahrung und Pflege wird heute von heraldischen Vereinigungen, nicht zuletzt vom Verein »Der Wappen-Löwe«, wahrgenommen.

Dieter Linder M. A.
Präsident des Vereins »Der Wappen-Löwe«
Heraldische Gesellschaft e. V.

 

Bitte beachten Sie die Rubrik »Heraldik-Infos / Häufig gestellte Fragen (FAQs)«

 

 

 

Das Wappen des Regensburger Weihbischofs Dr. Josef Graf

Am 7. Juni 2015 wurde Monsignore Dr. Josef Graf zum Bischof geweiht und trat sein Amt als Weihbischof in Regensburg an. Mit der Schaffung seines Amtswappens beauftragte Herr Dr. Graf unsere Vereinsmitglieder Dieter Linder und Heribert C. Staufer .

Das Wappen wurde unter der Registrierungsnummer 2611-06/15 in unserer Wappenrolle aufgenommen und wird in Band 20 unseres Wappenbuchs voraussichtlich 2016 publiziert.


Die Blasonierung lautet:

»Unter einem rotem Schildhaupt, darin ein silberner Schrägbalken, gespalten von Silber und Blau; in gewechselten Tinkturen vorne ein keltisches Hochkreuz, hinten ein Buchenzweig mit Frucht. Hinter dem Schild ein goldenes Vortragskreuz, überhöht von einem grünen Pontifikalhut mit beidseitig je sechs (1:2:3) an grünen Schnüren herabhängenden grünen Quasten, darunter ein silbernes Schriftband mit dem Wahlspruch Ut essent cum illo.«


Die Symbolik des Wappens erklären sich wie folgt:

Das Schildhaupt zeigt das Bistumswappen von Regensburg als Hinweis auf die Verbundenheit des Weihbischofs mit dem Bistum und seinem Diözesanbischof.

Mit dem keltischen Hochkreuz wird ein Bezug zu seinem in Irland gelegenen Titularbistum Inis Cathaig hergestellt, außerdem zu seiner langjährigen Tätigkeit als Spiritual am Priesterseminar Regensburg. Das Priesterseminar mit der Seminarkirche St. Jakob, der noch heute so genannten Schottenkirche, befindet sich im einst von iroschottischen Benediktinern gegründeten, ehemaligen Schottenkloster in Regenburg.

Der Buchenzweig erinnert an die im Jahr 2013 von einem Gewittersturm gefällte sogenannte Bavaria-Buche nahe seines Heimatortes Pondorf (Landkreis Eichstätt). Ferner kann der Buchenzweig mit seiner Frucht auch mit dem Wahlspruch in Verbindung gebracht werden. Der in mittelalterlicher Unzialschrift ausgeführte Wahlspruch »Ut essent cum illo« ist dem Markusevangelium entnommen (Mk 3,14) und lautet in der Übersetzung »Damit sie bei ihm [Jesus Christus] sind«. Nur wenn der Zweig mit dem Baum in Verbindung bleibt, kann er seine Früchte, die Bucheckern, hervorbringen.

Das goldene Vortragskreuz, der grüne Pontifikalhut und die Quasten sind die bischöflichen Wappensymbole.

 

 

Entwurf: Dieter Linder, Fürstenfeldbruck
Gestaltung: Heribert C. Staufer, Kaufbeuren
© 2015, Bistum Regensburg

 

 

Überreichung der Urkunde an Herrn Generalvikar Peter Beer
Foto: Generalvikariat / Dieter Linder

 

Das neue Wappen des Erzbistums München und Freising


Beschreibung: »Innerhalb eines der Figur nach rot-silbern geteilten Schildbords in Gold ein schwarzes Mohrenhaupt mit roten Lippen, rotem Ohrring, roter Krone und roter Halskrause. Schild überhöht von einer golden eingefassten silbernen Mitra, davon herabhängend zwei silberne Bänder mit goldenen Fransen; schräg gekreuzt hinterlegt von einem doppelarmigen goldenen Vortragskreuz und einem goldenen Bischofsstab.«

Symbolerklärung: Der Freisinger Mohrenkopf ist das traditionelle Symbol des alten Bistums Freising und des daraus 1821 hervorgegangenen Erzbistums München und Freising, das seit Karl August Graf von Reisach (1846–1856) alle Amtsinhaber im Schild führten. Zum neu errichteten Erzbistum sind auch Besitzungen des früheren Erzbistums Salzburg hinzugekommen, die im neuen Wappen durch den rot-silbernen Schildbord repräsentiert werden. In der oben beschriebenen großen Form wird der Schild von den heraldischen Insignien eines Erzbistums begleitet: der Mitra, dem doppelarmigen Vortragskreuz und dem Bischofsstab. Die kleine Form besteht nur aus dem Schild.

Entwurf: Dieter Linder, Fürstenfeldbruck

Gestaltung: Heribert C. Staufer, Kaufbeuren

Führungsberechtigung: Über die Führungsberechtigung entscheidet gemäß Amtsblatt für das Erzbistum München und Freising, Jahrgang 2012, Nr. 14 vom 17. Dezember, S. 490, der Generalvikar auf Antrag.

Das Wappen wurde am 23. Juni 2013 unter der Nummer 2554-06/13 in der Wappenrolle des »Wappen-Löwen« registriert.

Das neue Wappen des Erzbistums München und Freising

 

Foto: Martin Stutzbach
(mit freundlicher Genehmigung des Heraldischen Vereins »Zum Kleeblatt«)

 

125. Stiftungsfest des Heraldischen Vereins »Zum Kleeblatt« von 1888 zu Hannover e. V.

Die Gratulanten und Festredner (v. li. n. re.):

Dieter Linder (Präsident des »Wappen-Löwen«), Dr. Tilo Rumann (Vorsitzender der Genealogisch-Heraldischen Gesellschaft Göttingen), Hans-Peter Dege (Vorsitzender des Heraldischen Vereins »Zum Kleeblatt«), Gabriele Fricke (Vorsitzende des Niedersächsischen Landesvereins für Familienkunde), Dirk Weissleder (Vorsitzender der DAGV), Dr. Martin Richau (Vorsitzender des »Herold«), Udo Glathe (Heraldische Gesellschaft »Schwarzer Löwe«), Dr. Günter Mattern (Beisitzer der Schweizerischen Heraldischen Gesellschaft), Professor Dr. Eckart Henning (Vorstandsmitglied im »Herold«)

Weitere Informationen auf der Website des Heraldischen Vereins »Zum Kleeblatt«

»Neue Vorarlberger Tageszeitung« vom 30./31. Mai 2013

Das neue Wappen des Feldkircher Bischofs Benno Elbs


Unser Mitglied Frau Erika Watzenegger aus Sulz (Vorarlberg) kreierte das Wappen des am 30. Juni 2013 zum Oberhaupt der Diözese Feldkirch geweihten Bischofs.

Das Bischofswappen sollte vor allem eines sein – möglichst schlicht und in der Einfachheit doch jene Schwerpunkte betonen, die sein Amt begleiten sollen. Das sind Christus, der selige Carl Lampert und die Diözese Feldkirch mit ihren Menschen (nach: Website der Diözese Feldkirch).

Wie die Neue Vorarlberger Tageszeitung vom 30./31. Mai 2013 mitteilt, symbolisiert die mit dem Vorarlberger Landeswappen belegte rote Kirche im rechten silbernen Feld die Diözese Feldkirch und das Land Vorarlberg. Stilisiert dargestellt steht das Kreuz des seligen Carl Lamperts, der 1944 von den Nazis ermordet wurde, im linken silbernen Feld gegenüber.

Die Sonne in der eingeschweiften roten Spitze verweist auf Christus, der als Licht die Menschen auf ihren Wegen begleitet. Damit knüpft diese Figur an den bischöflichen Wahlspruch an: »Committe Domino viam tuam« (»Befiehl dem Herrn deinen Weg« aus Psalm 37,5).

 

Website der Diözese Feldkirch

 

»Rathausreport«, Fürstenfeldbruck,
 Mai 2013, S. 15

 

Am 12. April 2013 übernahm der »Wappen-Löwe« eine von der Großen Kreisstadt Fürstenfeldbruck initiierte Baumpatenschaft am ehemaligen Kloster Fürstenfeld, dessen Gründung sich 2013 zum 750. Mal jährt.

Das junge Birnbäumchen wird ein Schild zieren, das unseren Verein als Baumpaten ausweist.

 

 

Die Patenschaftsurkunde

 

© 2013, Bischöfliche Pressestelle Regensburg

 

© 2013, Bischöfliche Pressestelle Regensburg

 

Am 26. Januar 2013 wurde Professor Dr. Rudolf Voderholzer im Regensburger Dom zum 78. Bischof des Bistums Regensburg geweiht. Sein Wappen entwarf er zusammen mit dem Vereinspräsidenten Dieter Linder. Die rechts abgebildete Reinzeichnung nahm unser Mitglieder Heribert C. Staufer vor.

Auf dem Foto links oben ist der soeben zum Bischof Geweihte zu sehen, wie er vom Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx beglückwünscht wird, links flankiert von seinem Vorgänger im Amt und jetzigen Kurienerzbischof Gerhard Ludwig Müller. Der neue Regensburger Bischof steht vor der Kathedra, die mit seinem Wappen bestickt ist.

Das Foto links unten zeigt Herrn Bischof Voderholzer und den Präsidenten des »Wappen-Löwen«, Dieter Linder, beim Empfang nach dem Gottesdienst im Kolpingshaus.


Bedeutung der Wappensymbolik:

Die Vierteilung des Schildes durch das schlanke Kreuz (»Stabkreuz«) verweist auf das Kreuz Christi. Der silberne Schrägbalken in Rot ist das traditionelle Symbol des Bistums Regensburg, zu dessen 78. Bischof Rudolf Voderholzer am 26. Januar 2013 geweiht wurde.

Die silberne Brücke bildet ein weiteres Christussymbol, verstärkt duch ihren Schlussstein, der mit dem darüber liegenden Stein ein Taukreuz andeutet. Bewusst steht die Brücke über der Schrift, dem aufgeschlagenen Testament in Feld 3. Denn wenn die Brücke als Christussymbol genommen wird, dann entspricht das ganz einer theologischen Grundeinsicht von Papst Benedikt XVI.: Die Offenbarung selbst (= Christus als historisches Ereignis, der heilsgeschichtliche Brückenschlag von Gott her zu den Menschen) geht ihrer (kirchlichen) Bezeugung in der Schrift voraus und geht auch nie ganz in ihr auf.

Der Schild wird von den heraldischen Insignien eines Bischofs begleitet: dem goldenen Vortragskreuz und dem grünen Pontifikalhut mit je sechs grünen Quasten (fiocchi). Während dieses Grün für die Hoffnung steht, symbolisiert die Feldfarbe Rot die Liebe. Das Blau in den Feldern 2 und 3 gilt als Farbe des Glaubens, Mariens, des Wassers und des Himmels.

Das Schriftband trägt die lateinische Version des Primizspruches »CHRISTUS IN VOBIS SPES GLORIAE« aus dem Brief von Paulus an die Kolosser (Kol 1,27) und lautet übersetzt »Christus in euch, der da ist die Hoffnung der Herrlichkeit«.


Weitere Informationen: Website des Bistums Regensburg

 

© 2013, Bistum Regensburg

 
 

© 2010, Erzbistum München und Freising

Am 28. Februar 2010 wurde Monsignore Wolfgang Bischof im Liebfrauendom zum Weihbischof im Erzbistum München und Freising geweiht. Sein Wappen wurde von Dieter Linder entworfen und von Heribert C. Staufer gezeichnet.

Links die von unserem Vereinsmitglied Heribert C. Staufer, Kaufbeuren, angefertigte Reinzeichnung. Rechts eine als Opfergabe angefertigte Kerze mit dem Wappen des neuen Weihbischofs


Bedeutung der Wappensymbolik:

Das Christusmonogramm, die griechischen Buchstaben Chi (X) und Rho (P), stehen für die ersten beiden Buchstaben des Wortes Χριστός (»Christos«).

Der Freisinger Mohr, der mit Zustimmung des Erzbischofs Dr. Reinhard Marx im Wappen aufgenommen wurde, ist die traditionelle Wappenfigur des Erzbistums München und Freising. Der Auxiliarbischof Wolfgang Bischof ist Bischofsvikar der Seelsorgeregion Süd des Erzbistums.

Die goldene Strahlensonne ist Symbol der Hoffnung und entspringt dem Familienwappen der Mutter des Auxiliarbischofs.

Die Farbgebung in Schwarz, Gold und Rot greift sowohl auf die Farben des Wappens des Erzbistums als auch auf die Farben des Stadtwappens von Freising zurück, dem Geburtsort von Wolfgang Bischof.

Der grüne Pontifikalhut mit den Quasten sowie das goldene Vortragskreuz sind die Würdezeichen eines Bischofs.

Der Wahlspruch »SPERA IN DOMINO ET FAC BONUM« (»Hoffe auf den Herrn und tu das Gute«) entstammt dem Buch der Psalmen (Ps 37,3) und macht deutlich, dass Jesus Christus der Dreh- und Angelpunkt christlichen Lebens ist. Aus dieser Christusbeziehung leben wir und aus ihr sind wir aufgerufen, das eigene Leben und das Leben der Welt (mit)zugestalten. Dies gilt in besonderer Weise für denjenigen, der sich diesen Wahlspruch gewählt hat.


Das Wappen wurde unter der Nummer 2485-07/11 in der Wappenrolle des »Wappen-Löwen« registriert.


Weitere Informationen: Website des Erzbistums München und Freising

 

© 2010, Dieter Linder, Fürstenfeldbruck

 

Rechts: Auszug des neuen Weihbischofs aus dem Liebfrauendom, im Hintergrund Friedrich Kardinal Wetter

Ganz rechts: Glückwünsche zur Bischofsweihe, Kaisersaal der Residenz, Weihbischof Wolfgang Bischof und Dieter Linder

© 2010, Dieter Linder, Fürstenfeldbruck

 

© 2010, Rudolf Hartl, Fürstenfeldbruck

 
 

© 2008, Dieter Linder, Fürstenfeldbruck

Dr. Reinhard Marx wurde am 2. Februar 2008 feierlich in sein Amt als Erzbischof von München und Freising eingeführt. Sein neues Amtswappen wurde vom »Wappen-Löwen«-Präsidenten Dieter Linder entworfen und vom Vereinsmitglied Heribert C. Staufer künstlerisch umgesetzt.

Links eine Kerze mit dem erzbischöflichen Wappen (gezeigt während der Bischofsweihe von Wolfgang Bischof am 28. Februar 2010). Rechts Dieter Linder, Fürstenfeldbruck, mit dem neuen Wappen.


Bedeutung der Wappensymbolik:

Der Freisinger Mohrenkopf ist das traditionelle Symbol des alten Bistums Freising und des daraus 1821 hervorgegangenen Erzbistums München und Freising, das seit Karl August Graf von Reisach (1846–1856) alle Amtsinhaber im Schild führten. Reinhard Marx ist der 73. Nachfolger auf dem Bischofsstuhl des heiligen Korbinian und der 13. Erzbischof von Mün­chen und Freising.

Der geflügelte Markuslöwe in der von Papst Johannes XXIII. gezeigten Form weist auf die Herkunft des Familiennamens von Marx, die aufgeschlagene Heilige Schrift zu Füßen des Löwens auf die dem Erzbischof aufgetragene Verkündung des Wort Gottes hin. Die gewählte Farbkombination greift die Farbgebung des Wappens des Amtsvorgängers Fried­rich Kardinal Wetter auf.

Das Schriftband trägt den persönlichen Wahlspruch »UBI SPIRITUS DOMINI IBI LIBERTAS« aus 2 Kor 3,17 und lautet übersetzt »Wo der Geist des Herrn wirkt, da ist Frei­heit«.

Der Schild wird von den heraldischen Insignien eines Erzbischofs begleitet: dem Doppelkreuz als Vortragskreuz, dem historischen grünen Pontifikalhut mit je zehn grünen Quasten (fiocchi) und dem Pallium. Das Pallium ist ein aus der Wolle von Lämmern hergestelltes Schulterband mit eingestickten schwarzen Seidenkreuzen, das der Papst trägt, aber auch den Erzbischöfen verleiht. Es hat seinen Ursprung im mantelartigen Überwurf, mit dem sich in der Antike vor allem die Philosophen, aber auch hohe kaiserliche Beamte bekleideten. Seit dem neunten Jahrhundert ist es eine Insignie der Erzbischöfe, die bei feierlichen Anlässen über dem Messgewand getragen wird. Die verliehenen Pallien werden am Vorabend des Festes Peter und Paul gesegnet und auf das Grab des Petrus im Petersdom in Rom gelegt. Somit ist es eine Berührungsreliquie und Zeichen der Gemeinschaft mit dem Apostel Petrus und seinen Nachfolgern.


Das Wappen wurde unter der Nummer 2400-02/08 in der Wappenrolle des »Wappen-Löwen« registriert.


Weitere Informationen: Website des Erzbistums München und Freising

 

© 2008, Dieter Linder, Fürstenfeldbruck

 

 

© 2007, Bistum Regensburg

  Auch das Wappen des Regensburger Weihbischofs Reinhard Pappenberger wurde von Dieter Linder gestaltet. Links die Reinzeichnung von Heribert C. Staufer, rechts Heraldik einmal anders – Überraschungstorte mit dem Wappen, gebacken von der katholischen Jugend für ihren Weihbischof


Bedeutung der Wappensymbolik:

Das rote Schildhaupt mit dem silbernen Schrägbalken stellt das traditionelle Wappen­bild des Bistums Regensburg dar.

Die eingeschweifte Spitze im Hauptfeld verweist auf die Herkunft des Weihbischofs, die hügelige Nordoberpfalz um den Geburtsort Grafenwöhr, und symbolisiert den Familiennamen, der auf den im Truppenübungsplatz untergegangenen Marienwallfahrtsort Pappenberg zurückzuführen ist.

Die drei Sterne und die farbliche Schwerpunktsetzung Silber und Blau rufen Elemente im Wappen des Heimatlandkreises Neustadt a. d. Waldnaab und die bayerischen Rauten in Erinnerung. Zugleich sind die drei goldenen Sterne in der christlichen Ikonographie Hinweis auf die allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria, von deren Verehrung durch alle Generationen das Bistum Regensburg tief geprägt ist. Mit dieser Volksfrömmigkeit und den Wallfahrtsstätten, besonders dem Mariahilfberg in Amberg, ist die Lebensgeschichte des Weihbischofs eng verbunden.

Der grüne Pontifikalhut mit den Quasten sowie das goldene Vortragskreuz sind die Würdezeichen eines Bischofs.

Der Wahlspruch »Wir gehören dem Herrn« (Röm 14,8) ist das Bekenntnis des Weihbischofs zum überlieferten apostolischen Glauben der Kirche an Jesus, den Herrn, der durch seine Menschwerdung, seinen Gehorsam bis zum Tod am Kreuz und seine Auferstehung, das ganze Dasein aus Sünde und Tod erlöst hat.


Das Wappen wurde unter der Nummer 2375-03/07 in der Wappenrolle des »Wappen-Löwen« registriert.


Weitere Informationen: Website des Bistums Regensburg

 

© 2007, Dieter Linder, Fürstenfeldbruck

 

© 2007, Dieter Linder, Fürstenfeldbruck

Von links nach rechts:

Erni A. Hartl-Linder, Schatzmeisterin des »Wappen-Löwen«, Weihbischof Reinhard Pappenberger und Dieter Linder, Präsident des »Wappen-Löwen«

 

Stand: 27. Januar 2017